Koh Ngai Beach

4 Insel Tour Koh Lanta

Ein neuer Versuch für uns an einer organisierten Tour teilzunehmen. Nach unser durchwachsenen Erfahrung auf Bali und zwei guten in Thailand ist es Zeit die Inselwelt Süd-Thailands kennenzulernen.

Genauer: Die recht bekannte 4-Insel-Tour rund um Koh Lanta. Hierbei handelt es sich um eine Tagestour bei der vier verschiedene Inseln angefahren werden. Bei dem Trip gibt es eine Vielzahl von Aktivitäten wie Schnorcheln oder Kayaken, Badestopps oder der Besuch der Emerald-Höhle. Wir berichten euch von unseren Erfahrungen und erklären, auf was ihr achten müsst. Es gibt zahlreiche Anbieter und zum Teil ist das Angebot auch recht unübersichtlich, da der Verkauf der Tickets über Zwischenhändler organisiert wird. Dies ist allerdings in Thailand bzw. ganz Asien nicht untypisch.

Der wir-woanders Tipp: Fragt bei mehreren Anbietern an, damit habt ihr ein Gefühl für den Preis und die Inklusivleistungen. Beides ist häufig recht variabel. Da wir es ein bisschen komfortabel und cha cha (langsam) angehen wollen haben wir uns für das slow-boat (Big Boat) entschieden. Achtet auch darauf das Ihr ein Ticket oder Quittung von eurem Verkäufer erhaltet.

Allerdings gab es bei dem ersten Versuch der Buchung ein leichtes Missverständnis, so dass wir beinahe auf dem Longtail-Boot untergebracht wurden. Achtet also bei eurer Buchung darauf, dass ihr Plätze auf dem Boot reserviert, welches ihr auch haben möchtet.

Mit welchem Boot zur Insel-Tour?

- Speed Boat: geschlossenes Boot, feste Sitzplätze, teils mit Klimaanlage. Keine bzw. wenige Bewegungsmöglichkeiten auf dem Boot und während der Fahrt.
- Longtail slow boat: die typischen Longtails sind für kürzere Fahrten ganz angenehm, lauter Motor, feste Sitzplätze und wenig Bewegungsmöglichkeiten während der schaukeligen Fahrt oder
- Big Boat: typisches kleines Ausflugsschiff, schneller als die Longtails und wesentlich bequemer, während der Fahrt kann man sich sonnen oder vom Bug aus die herrliche Umgebung genießen.

Los geht es am frühen Morgen. Wir werden mit einem Pick-up abgeholt und tuckern nach Lanta Old Town zum Hafen. Dort angekommen werden die Ankömmlinge nach Booten aufgeteilt und jeder erhält einen Aufkleber zwecks Zugehörigkeit. Auf dem Boot wird kurz erklärt wohin es als erstes geht und wie der Tag so ablaufen wird. Heißes Wasser für Kaffee & Tee steht schon bereit – Ahoi!

1. Koh Chuek

Nachdem wir an zauberhaften und verwunschenen kleinen Inselchen vorbeigefahren sind erreichen wir nach einer dreiviertel Stunde unseren ersten Stopp. Koh Chuek! Die Insel besteht eigentlich aus zwei riesigen Kalksteinfelsen. In der Mitte halten die Boote an und du kannst vom Boot aus direkt ins Wasser zum Schnorcheln oder Du lässt Dich mit einem Kayak treiben. Einen Strand gibt es leider nicht.

Für uns war klar, dass wir hier Schnorcheln gehen. Die Location war wirklich klasse. Am Felsen sind Stalaktiten-förmige Steinformationen zu sehen und darin versteckt sich ein kleines Fischerhaus was nur vom Wasser aus zu erreichen ist. Dieses konnten wir nicht erreichen, da hier schon zwei Longtail-Boote festgemacht haben.
Wir schwimmen um eine kleine Felsformation, immer entlang am Insel-Riff. Unter uns die blaue Tiefe und viele Korallen, dazwischen immer wieder Annemonen- und Bannerfische. Ganz besonders putzige Gesellen sind die Indo-Pazifischen-Sergant-Fische, denn sie finden unsere Weihnachts-Mützen sehr interessant und kommen schwarmweise zu uns und knabbern am weißen Zipfel.

Einige Fächerkorallen zeigen sich sehr farbenfroh wobei andere eher grau wirken und weniger spektakulär sind. Die 40 Minuten im Wasser sind mehr als ausreichend und das Boot fährt direkt weiter Richtung Koh Mook. An Bord erwarten uns zur Stärkung frische Melonen und Ananas, so lässt es sich aushalten, während an uns die malerische Kulisse Thailands vorbeizieht. Dass in einem Tag Weihnachten ist kommt uns in solchen Augenblicken völlig surreal vor.

2. Koh Mook mit dem Emerald Cave

Die Emerald Höhle wird auch als Morakot Cave oder auch Smaragdhöhle bezeichnet und lässt sich nicht mit einem Boot befahren. Entsprechend lagen vor dem Eingang der Höhle mehrere Boote und das Meer war voll mit Touristen und Ihren roten Schwimmwesten. Etwas schade, allerdings gehört diese Höhle auf den Tourplan eines jeden Anbieters, während die anderen Inseln variieren.

Das heißt für uns: Schwimmweste (safety first) an, Ilka an die Hand nehmen und ab ins Wasser! Unsere Gruppe sammelte sich längs neben mit dem Boot. Eine Familie aus China hat neben den Schwimmwesten noch einen Rettungsring erhalten und wurde von zwei Crew-Mitgliedern separat begleitet, da sie nicht so gut schwimmen konnten.
Wir schwimmen durch einen etwa 80 Meter langen Tunnel. Es ist stockfinster – ab und zu flackern Lichter auf. Wer auf Enge und Dunkelheit empfindlich reagiert, könnte nervös werden. Aber der Tunnel ist mit etwa 20m Breite ausreichend. Am Ende des Durchgangs schimmert uns das Sonnenlicht entgegen und wir kommen an einem kleinen Strand umgeben von hohen Klippen und Urwald an. Traumhaft mystisch und es wird uns auch klar woher der Name Smaragdhöhle kommt: Die Lagune hat einen Schimmer von smaragdgrün, umgeben von einem weißen Sandstrand.

Im Inneren gehen wir ein bisschen durch den Dschungel und relaxen am Strand bevor es wieder zurück geht. Eine mystische Atmosphäre, die ganz viel Raum für Träumereien und Phantasie lässt. Beeindruckend!
Übrigens wurde die Höhle ursprünglich von Piraten als Versteck für ihre Beute genutzt. Den Emerald Cave kannst du nämlich nur bei Ebbe betreten bzw. erschwimmen und somit war dies ein perfektes Versteck für die Piraten. Kann sein oder auch Seemannsgarn – überzeugt Euch selbst!

3. Koh Kradan

Eine halbe Stunde Fahrtzeit vom Emerald-Cave entfernt liegt Koh Kradan. Eine kleine Perle in der Andaman-See. Die Ankunft vor Koh Kradan ist wirklich traumhaft. Du gleitest die letzten Meter mit dem Boot durch seichtes, glasklares türkisfarbenes Wasser. Die kleine Insel sieht vom Boot wunderschön aus. Von der Insel selbst haben wir nichts mitbekommen, da wir ca. 100 Meter vor dem Sunset-Beach geankert haben. Zeit für eine Runde Schnorcheln. Das Wasser ist wie aus dem Reisekatalog: Türkisblau und viele Korallen-Riffe.
Die Fischpopulation ist wesentlich höher als vor Koh Chuek, liegt vielleicht daran, dass die Felsen um Chuek mehr Möglichkeiten zum Verstecken bieten und mehr Touristen im Wasser waren. Vor Kradan lag nur unser Kahn und wir waren mit 15 Leuten im Wasser. Zu sehen gab es Clown Fish, Angelfish, Bannerfish, Trompetenfische und auch Baracudas.

Ilka und ich haben wieder unsere Weihnachtsmützen aufgesetzt und unseren Spaß unter Wasser genossen. Im Gegensatz zu Koh Chuek hat mir dieser Spot wesentlich besser gefallen. Hier hast Du Platz zum Schnorcheln oder Du lässt Dich einfach treiben und genießt den Blick auf diese einsame Insel mit der traumhaften Umgebung!
Vorstellbar ist auch, sich auf Koh Kradan in ein nettes Resort einzumieten, denn dies ist wunderbarer Ort um zu entspannen und in einer Hängematte liegend einfach nur die traumhafte Kulisse zu genießen. Der Hauptstrand der Insel bietet lange und ausgedehnte Spaziergänge an. Den schönsten Blick auf diesen Traumstrand hat man wohl vom Meer aus. Dadurch dass diese Insel zum Chao Mai Nationalpark gehört, bleibt der ursprüngliche Charme weitestgehend erhalten.

4. Koh Ngai - Koh Hai

Die letzte Insel im heutigen Quartett hört auf den Namen Ngai. Keine Straßen, keine Geschäfte. Nur ein paar Resorts haben sich am Strand angesiedelt. Wir legen beim Koh Ngai Resort an, gehen durch das Resort, welches diverse kleine Bungalows unmittelbar am Strand anbietet, und legen uns am Strand nieder. Der Ausblick auf Koh Chuek ist traumhaft. Zeit für ein Bad im azurblauen Meer.

Wir glauben, dass hier Erholung für Fortgeschrittene angeboten wird, denn außer Baden, Relaxen und Schnorcheln bietet Ngai nichts. Fast niemand wird einem beim Ruhepäuschen unter Palmen stören – bis auf die Tagestouristen, die mit den Booten zu Besuch kommen. So wie wir.
Nach einer Stunde legen wir wieder ab und steuern Lanta Old Town an. Ein toller Tag auf und unter dem Meer liegt hinter uns. Wir genießen die Zeit an Bord mit herrlicher Aussicht auf all die umliegenden Inseln, die wir heute nicht angesteuert haben.

wieder an Land...

Letztendlich waren wir auf einem Boot der 4-islands-tours und können diesen Anbieter auch bedenkenlos weiterempfehlen. Das Boot war in einem guten Zustand. Die Crew war super hilfreich. Speziell bei Kindern und Passagieren, die weniger gut schwimmen können wurde wirklich darauf geachtet, dass alles sicher ist. Wie beim Emerald Cave, bei dem die kleine Gruppe von Chinesen mit Schwimmwesten und Sicherheitsleine durch die Höhle begleitet wird, während ein crew-Mitglied ausgestattet mit Schnorchel die Gruppe begleitet hat um im Ernstfall schnell eingreifen zu können.

Warst du schon mal auf einer der vier Inseln? Hast du auch eine Tour in der Gegend gemacht? Wie hat es dir gefallen? Lass uns jetzt einen Kommentar hier!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.