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Koh Lanta – Trash Heroes, Strand und Meer

Drei Wochen Inselurlaub auf Koh Lanta. Viele schöne Strände und traumhafte Sonnenuntergänge soll es hier geben. Diese Empfehlung haben wir von Mette und Leo aus Dänemark bekommen. Das klingt nach einem guten Ort um die Seele baumeln zu lassen. Das Wort „Koh“ bedeutet übrigens „Insel“. Also lassen wir es ab jetzt im Text weg. Wir würden ja auch nicht ständig „Insel Langeoog“ sagen, sondern nur Langeoog. Naja, eigentlich sagen wir nur Loog – Spitzfindigkeiten.

Privat wohnen und im Resort

Über unsere Unterkunft haben wir uns dieses Mal schon ziemlich früh gekümmert. Denn entgegen unserer sonst eher spontanen Reiseplanung wollten wir sicher gehen, dass wir über Weihnachten und Silvester nicht all zu viel Energie in die Suche für Übernachtungsmöglichkeiten stecken müssen. Dann soll die Insel nämlich aus allen Nähten platzen.

Wie der Zufall es will, lebt ein Onkel von Helges Freund seit über 20 Jahren auf Lanta und vermietet ab und zu ein Gästezimmer in seinem Haus. Der Kontakt war schnell hergestellt und wir waren auf Lanta eingebucht. Horst lebt mit seiner thailändischen Lebensgefährtin Pon auf einem kleinen Hügel auf Lanta.

Der Blick vom Frühstückstisch ist unglaublich. Alles um uns herum ist grün und an einigen Morgen werden wir durch eine Affenbande geweckt, die übers Dach turnt. Weil Horst schon so lange hier lebt und besonders durch Pon bekommen wir hier nochmal einen ganz anderen Eindruck von Thailand und den Sitten und Gebräuchen. Die Zeit bei Horst und Pon war sehr entspannt und wir sind dankbar über die Möglichkeit, dass wir sie ins Kloster begleiten durften und auch darüber, dass wir einen thailändischen BBQ Abend mit Pons Familie verbringen konnten.
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Für die letzten Tage auf Lanta haben wir uns noch ein Resort direkt am Strand gesucht. Ein kleines gemütliches Bungalow für uns zwei und wir müssen nur entscheiden, ob wir am Pool oder am Strand liegen möchten. Oder wo zuerst. Hehe. Das Dream Team Beach Resort war auf jeden Fall ein guter Fund.

Strand Hopping

Nachdem wir in den letzten Wochen im Landesinneren von Thailand unterwegs waren sehnen wir uns danach mal wieder am Strand zu liegen und im Meer baden zu gehen. Das klappt hier auf Lanta ziemlich gut. Die etwa 27 km lange Westseite der Insel besteht theoretisch aus einem einzigen Strand, der hin und wieder durch kleine oder große Felsformationen getrennt ist. Einige Strände sind mehrere Kilometer lang, andere nur etwa 500 Meter. Aber das beste ist, dass keiner der Strände wirklich überfüllt ist. All die Touristen verteilen sich ziemlich gut auf Lanta. Manchmal waren wir für einige Zeit sogar ganz allein und hatten quasi unseren Privatstrand. Und der Sonnenuntergang lässt sich überall prima genießen!

Und das sind unsere Favoriten:

Khlong Dao

Hier gibt’s einen seeehr langen schönen Sandstrand zum spazieren. Dazu viele Bars und Restaurants direkt am Wasser. Teilweise auch diverse Resorts. Zum Baden haben wir die anderen Strände vorgezogen, aber ein Abendessen mit Klischee-Sonnenuntergang ist hier super.
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Beautiful Beach

Das ist unser Hausstrand. Noch mal eben schnell ins Meer? Jup. Mit dem Roller den Hügel runterrollern, einmal rechts und einmal links abbiegen. Da! Der Strand ist etwa einen Kilometer lang und hat sehr weichen Sand und es geht recht schnell ins tiefe Wasser. Außerdem gibt es im Wasser nur am äußeren Rand einige Felsen. Also keine Gefahr von scharfen Kanten für die Füße. Und eine kleine Strandbar hat Shakes, Kokosnüsse und kleine Gerichte im Angebot.

Khlong Khong Beach

Dieser Strand ist unserer Meinung nach nur was fürs Auge. Der Bereich oberhalb der Wasserlinie besteht zwar aus weichem Sand, alles in Richtung Meer ist dann eine einzige Felsformation. Ohne Neoprenschuhe oder ähnliches ist es eine Tortur ins Wasser zu gehen. Zumal es ziemlich lange dauert bis man überhaupt eine Tiefe zum schwimmen erreicht hat ohne sich die Knie aufzuschrammen. Der Strand ist mehrere Kilometer lang und es gibt überall einige Strandbars für leckere Sundowner.
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Klong Nin Beach

Dieser Strand ist für uns nur noch der „Düsseldorf“-Strand. Das hat nichts mit irgendeiner geographischen Ähnlichkeit zu tun, sondern damit, dass wir hier ein sehr sympathisches Paar aus Düsseldorf kennengelernt haben. Mit Ulrike und Oliver haben wir uns dann direkt nochmal getroffen und einen schönen Abend verbracht.

Aber zurück zum Strand. Er ist uns der zweitliebste auf Lanta! Weicher Sandstrand zum Liegen, sehr langgezogen und fast menschenleer, wenn man sein Handtuch nicht gerade direkt vor einer der Strandbars ausbreitet. Wer Getränke, Essen und chillige Musik möchte, der kann sich dort niederlassen. Die Blue Moon Bar können wir empfehlen. Und ins tiefe Wasser kommt man auch super schnell ohne irgendwelche fiesen Felsen.

Nui Beach

Das ist unser absoluter Lieblingsstrand!

Tatsächlich haben wir ihn an unserem ersten Strandtag entdeckt. Wir waren auf der Suche nach einem kleinen feinen Sandstrand, wo wir unsere Ruhe haben. Hier sind alle Kriterien erfüllt. Der Strand ist knapp zwei Kilometer lang und komplett von Palmen und Felsen umgeben. Direkt am Strand gibt keine Bars oder Restaurants. Auf einer Felsanhöhe an der Seite steht ein Restaurant über welches eine steile Treppe zum Wasser runterführt. Oder man parkt den Roller in einer kleinen Nische oben an der Straße und marschiert über einen kleinen Pfad durch den Wald zum Strand.

Das Wasser ist schnell tief genug zum schwimmen und es gibt nur ein zwei Stellen mit felsigem Untergrund, die wir schnell vermeiden konnten. In jedem Fall hatten wir hier unsere entspanntesten Strandtage.
Nui Bay Beach

Nui Bay Beach

Das ist der südlichste Strand, den wir besucht haben. Von der Größe her ist er vergleichbar mit dem Beautiful Beach und auch er hat eine kleine Bambushütte als Strandbar. Ein wunderschöner Sandstrand, eingerahmt von Felsen und wunderbar zum Baden. Im direkten Vergleich mit anderen Stränden war es hier etwas voller. Vielleicht liegt es an dem extra ausgewiesenen Parkplatz oben an der Straße…?
Es gibt so viele unterschiedliche Strände auf Lanta, dass hier wohl jeder seinen persönlichen Lieblingsstrand finden kann. Viel Spaß beim Austesten!

Trash Heroes - Clean-up am Klong Hinh auf Lanta

Von dem Konzept der Trash Heroes haben wir auf Bali zum ersten Mal gehört. Die Trash Hero-Bewegung verbindet Gemeinschaften auf der ganzen Welt. Ziel der Vereinigung ist es Gemeinschaften zu bilden und zusammenzubringen um aufzuräumen, Abfall zu reduzieren und Know-how zu transferieren. Darüber hinaus engagieren sich die Heroes für die Bildung aktiv für Kinder. Durch ein mehrsprachiges Kinderprogramm wird Umweltbewusstsein geschult und mit praktischen Übungen die Auswirkungen von Müll auf die Umwelt aufgezeigt.

Darüber hinaus werden nachhaltige Programme aufgebaut, die der Gemeinschaft helfen soll Abfälle zu beseitigen und das Verständnis zu schulen. Die Freiwilligen bilden auch Erwachsene zum Thema aus und weiter, sowohl mit praktischen Themen als auch mit Informationen und Workshops.

In jeder Landes- oder Ortsgruppe werden Anwohner, Unternehmen, Regierungsbehörden, Schulen, Touristen und andere Interessengruppen zusammengebracht, um positive Maßnahmen im Bereich Abfall zu ergreifen. Das Netzwerk ist in Südostasien, in Thailand, Indonesien, Myanmar, Malaysia und Singapur konzentriert, erstreckt sich aber auch auf Europa, Afrika und die USA.

We could be heroes – just for one day

Wir finden die Idee und das Konzept sehr inspirierend. Trash Hero im Alltag zu werden mit konsequenten Botschaften und der Philosophie der kleinen Schritte, die helfen den Planeten Erde zu schützen. An jedem Sontag treffen sich auf Lanta Freiwillige um Sammelaktionen von Müll an Stränden oder anderen öffentlichen Plätzen vorzunehmen. Über die Facebook-Seite kannst Du Dich über den nächsten Treffpunkt informieren.

So haben wir uns am letzten Sonntag im Jahr am Klong Hin mit den Trash Heroes getroffen. Zu Beginn wurde kurz über das Konzept der Trash Heroes informiert und wie jeder einzelne dazu beitragen kann Abfall zu vermeiden – become a trash hero als Motto. Zum Beispiel: Verzichte auf Strohhalme oder die „fancy“ coffee-to-go Becher. Zu letzteren gibt es ja bereits die Mehrweg-Variante, die immer mehr Akzeptanz findet.

Was wir total klasse finden sind wiederverwendbare Strohhalme zusammen mit einem Löffel und Reinigungsbürste im praktischen Stoffsack untergebracht. Ab sofort immer griffbereit bei uns im Daypack!

Die freiwilligen Helfer werden kostenlos mit Wasser und Früchten versorgt und allgemein herrscht eine lockere motivierende Stimmung. An diesem Tag rücken wir mit weiteren 33 Freiwilligen dem Müll zu Leibe. Ausgestattet mit Handschuhen und Sammelbeuteln. Soweit möglich, wird der Abfall getrennt nach Wiederverwertbaren- und Restmüll.

Müll, nichts als Müll

Es ist schon Wahnsinn was sich alles am Strand so wiederfindet. Neben den bekannten Plastikflaschen, Tüten und Zigarettenkippen befinden sich Seile, Abdeckplanen, Reinigungsschilder (ja diese gelben Klappschilder) und und und… Dabei liegt der Müll ja nicht immer direkt am Strand, wo man es sich in der Regel bequem macht, sondern größtenteils unter Rankelpflanzen verdeckt, die sich aus dem Hinterland breitmachen.

Die Mengen die wir in den zwei Stunden zusammengetragen haben, beliefen sich auf sagenhafte 310 Kilo! Und ein Ende ist nicht in Sicht! Klar, ein kleiner Abschnitt am Klong Hin schaut wieder gut aus, aber der Strandabschnitt ist lang…

Ab 17 Uhr, wenn sich die Sonne langsam bereit macht um im Meer zu versinken, war das Licht wunderbar und die Hitze lässt nach. Ein Grund mehr Energie in die Sammelaktion zu stecken. Zum Ende wurde noch zusammen am Strand meditiert bis die Sonne komplett im Meer versunken ist. Stark!

Da noch viel Abfall im Hinterland des Klong Hin liegt, wird das erste clean-up 2019 wieder dort stattfinden. Allerdings ohne uns zwei. Wir werden in Ubud unsere helfenden Hände bereitstellen und gerne zwei Stunden investieren. Solltet Ihr Interesse an solchen nicht-touristischen Aktivitäten haben: Werft doch mal einen Blick auf https://trashhero.org/de/ und schaut, ob euer nächster Urlaubsort im Netzwerk vertreten ist.
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Weihnachten und Silvester auf Lanta

Tja, wie ist das nun, wenn man die Weihnachtszeit so ganz anders verbringt als man es von zu Hause kennt? Komisch! In Thailand ist zwar offiziell auch Winter, aber das Klima fühlt sich für uns definitiv nach Hochsommer an. Unsere Köpfe sind eben seit unserer Kindheit darauf gepolt, dass es im Dezember kalt und meistens auch grau und regnerisch draußen ist. Hier nicht. Und das ist in Bezug auf Weihnachten zwar merkwürdig, aber auch toll!

Damit wir trotzdem ein bisschen Weihnachtsfeeling bekommen eröffnen wir eine kleine Weihnachtsbäckerei in der Küche bei Horst und Pon. Viele Rezepte für Weihnachtskekse fallen allerdings weg, weil dafür die passenden Zutaten fehlen und wir sie hier einfach nicht bekommen. Schließlich entscheiden wir uns für einen Klassiker: Vanillekipferl!

Wir haben alle Zutaten zusammen und legen los. Abwiegen, aufschlagen, verrühren, kneten, ausrollen und so weiter. Wir sind richtig in Fahrt und die Backbleche füllen sich. Ein paar klassische Plätzchen stechen wir aus dem Kipferl-Teig auch noch aus. Fertig. Und lecker! Die ersten Vanillekipferl direkt aus dem Ofen sind ein Traum. Also fast wie zu Hause…
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Der heilige Abend ist für uns „nur“ ein weiterer Strandtag. Doch einen Unterschied gibt es: unsere Kopfbedeckungen:
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Abends gehen wir gemeinsam mit Horst und Pon am Strand essen. Unser Weihnachtsmahl besteht dieses Jahr aus einem Cordon bleu mit Pommes. Gute Gespräche mit unserer temporären Gastfamilie runden den Weihnachtsabend ab.

In Bremen „graut“ es uns meistens vor der jährlich wiederkehrenden Frage: Und was machen wir an Silvester? Argh! Gefühlt sind die Erwartungen an diesen letzten Abend im Jahr immer unglaublich hoch. Doch was ist uns wichtig? Gutes Essen, leckerer Wein und gerne auch ein Feuerwerk. Für den Silvesterabend nutzen wir einen Tipp von Ulrike und Oliver aus Düsseldorf. Auf Lanta gibt es ein Restaurant mit nur einem einzigen Tisch: The Table.
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An diesem einen Tisch ist Platz für maximal zwölf Personen, die sich für diesen Abend Plätze reserviert haben. Wir sind sehr gespannt, wie der Abend wird und wir hoffen, dass wir unsere Sitznachbarn sympathisch finden. Sonst könnte es eventuell etwas langweilig werden… Wir verbringen den Abend also mit Reisenden aus Norwegen, Schweden, Deutschland, England und den USA. Unsere Sorge was die anderen Gäste angeht, war übrigens völlig unbegründet. Wir haben während des Essens tolle Gespräche geführt, die weit über die jeweils eigenen Reiserouten und Sightseeing-Tipps hinaus gehen. Das war ein spannnder kultureller Austausch!

Aber was gab es denn zu essen? Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt! Es gibt nämlich keine Speisekarte. Das Konzept von The Table ist, dass Klangchai – die thailändische Köchin – am Morgen auf den Märkten nach frischem Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch stöbert. Spontan ergeben sich so jeden Tag neue Varianten von thailändischen Gerichten. Unser Silvestermenü bestand aus zwei Gängen mit Meestieren bzw. Fisch und einem Gang mit unglaublich zartem Hähnchen. Als Dessert gab es Obst mit kleinen Kuchen-Kugeln.

EINE Karte gibt es dann doch bei The Table: Die Getränkekarte. Darin findet sich eine spannende Auswahl an Craftbieren und Weinen sowie Whiskey und Co. Für uns war das ein extrem gemütlicher und unterhaltsamer Abend.
Mit einigen unserer Sitznachbarn und Klangchai & Peter – den Besitzern des Table – sind wir im Anschluss zum Strand geschlendert und haben dort das alte Jahr ausklingen lassen und das rund um uns herum stattfindende Feuerwerk genossen.

Das war mal ganz anderes Silvester.
Und sehr schön!
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Kennt Ihr die Trash Heros oder habt an einer Sammelaktion teilgenommen? Wie ist Eure Meinung dazu?

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