25-Stunden Busfahrt von Puerto Iguazu nach Salta
Die USB-Anschlüsse an unseren Sitzen funktionieren leider nicht, doch am Nachbarsitz können wir unsere Handys aufladen. Dieses Mal haben wir keine Cama-Sitze (Liegesitze), sondern nur semi-Cama. An diesen Sitzen lässt sich die Rückenlehne nicht ganz so weit nach hinten stellen.
Nach knapp 5 Stunden kommen wir in Posadas am Busbahnhof an. Hier müssen wir aussteigen und den Bus wechseln. Wir haben eine Stunde Aufenthalt bis zur nächsten Abfahrt. Wir sind ziemlich froh, dass wir uns ein wenig die Beine vertreten können, denn im nächsten Bus werden wir den Rest des Tages und die kommende Nacht verbringen! Wir laufen ein bisschen am recht unspektakulären Busbahnhof herum und besorgen uns ein paar kalte Getränke.
Der nächste Bus ist ein Flechabus. Mal schauen, ob die Fahrzeuge von diesem Unternehmen besser ausgestattet sind… Leider nein. Keine USB Buchsen. Kein Wifi. Keine Kissen, keine Decken. Und die Vorhänge… naja… ob da welche hängen oder nicht… Na das wird eine Fahrt. Es gibt offensichtlich große Unterschiede bei den Busunternehmen!
Die Sitze sind zum Glück relativ bequem und später wird ein in Frischhaltefolie gewickeltes recht pappiges Sandwich mit Crackern serviert. Unser Abendessen. Zum Glück haben wir zusätzlich mit eigenen Lebensmitteln vorgesorgt. Die Nacht ist extrem unruhig. Das liegt nun nicht am Bus, sondern an den schlechten Straßen. Einige Abschnitte der Strecke strotzen vor Schlaglöchern und manchmal fahren wir sogar über Lehmboden.
Gut durchgeschaukelt wachen wir auf. Das Frühstück besteht wieder aus einem Styropor-Frischhaltefolie-Pack: Kekse, Cracker und Mini-Butterkekse. Besser als nichts. Inzwischen haben wir unseren argentinischen Sitznachbarn kennengelernt. Er ist in der Nähe von Salta aufgewachsen und gibt uns ein paar Sightseeingtipps mit auf den Weg. Mit einer halben Stunde Verspätung kommen wir um 10 Uhr morgens in Salta an. Zu Fuß sind es zum Glück nur fünf Minuten bis zu unserem Hostel.Siesta in Salta!
Sightseeing mit der Free Walking Tour
Salta - la Linda
Salta wird auch „Salta la linda“ genannt. Linda bedeutet übersetzt hübsch/schön: Salta, die Schöne. Das ist wiederum eine Doppelung, denn der Name Salta geht auf einen Namen in der Quechua Sprache zurück, dessen Übersetzung „hübsch/schön“ bedeutet. In Quechua war der Name für die spanischen Einwanderer schwer auszusprechen und so wurde die Stadt zumindest so ähnlich genannt: Salta.
Kindermumien im Museum?
Cerro Bernardo
Martín Miguel de Güemes
Martín Miguel de Güemes wurde am 8. Februar 1785 in Salta geboren und war ein argentinischer General. Er engagierte sich für die Unabhängigkeit Argentiniens von Spanien und befehligte die legendäre Gauchoarmee „Infernales“. Er war ein erfolgreicher Taktiker und gewann diverse Schlachten und schützte dadurch viele Städte und Provinzen vor der Rückeroberung der Spanier. Im Jahr 1815 wurde er zum Gouverneur der Provinz Salta ernannt. Er ist ein argentinischer Nationalheld und seit kurzem ist der 17. Juni (sein Todestag) ein nationaler Feiertag.
Dann beginnt unser kleines Workout. Denn wir haben es hier mit verdammt vielen Treppenstufen zu tun bis wir oben sind. Der Weg ist gesäumt von vielen Bäumen, die uns Schatten spenden, während wir Stufe um Stufe erklimmen. Insgesamt werden wir 300 Höhenmeter überwinden. Einige Leute nutzen diesen Weg als Laufstrecke und stürmen in Sportkleidung an uns vorbei, rauf und runter. Puh, das würde uns nicht einfallen.
Oben angekommen ist der Blick über die Stadt großartig. Allerdings zeigt sich, dass über Salta nicht nur Nebel, sondern auch Smog hängt. Hier oben ist die Luft allerdings frei von all den Abgasen des nie enden wollenden Verkehrs. Also genießen wir die Aussicht, machen eine Brotzeit und spielen eine Partie Backgammon. Für den kleinen Hunger gibt es auf dem Gipfel zwei Cafés und außerdem einige Händler, die ihre Textilien und andere Souvenirs anbieten.

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