Unser Modell in Neuseeland ist Toyota HiAce Baujahr 2004. Und genau dieses Baujahr macht hier den Unterschied. Im August 2004 hat Toyota nämlich den HiAce grundlegend neu-designed, so ist mehr Raum entstanden und der Motor ist in die Front gewandert. Dadurch entsteht im Inneren mehr Raum und auch die Knautschzone ist vergrößert. In Australien hatten wir mit Gustav ein 2006er-Modell, das 2004er Modell ist etwas anders.
Kia Ora Bronto – Der Dino unter den Campern
Schlafzimmer
Küche
Cockpit
Fakten, Fakten, Fakten
(Unser) Fazit - Carl vs. Gustav vs. Bronto
Durch sein Alter leidet Bronto nun mal an einigen Wehwehchen und wir hatten da ein paar. Das Dach hat geleckt, der Motor hat gestreikt und die Frischwasser-Pumpe musste ausgetauscht werden. Die Abwasserleitung war teilweise verstopft, so mussten wir Bronto insgesamt dreimal zum Arzt bringen. Alles kein Problem. Sollte aber bei älteren Modellen berücksichtigt werden. Heißt aber nicht, dass neuere Modelle keinen Ausfall haben können! Bronto verfügt nicht über die Annehmlichkeiten wie Becherhalter oder anderen Schnick-Schnack, die bei längeren Fahrten nützlich sind. Abgedunkelte Seitenfenster haben beim Campen schon ihre Daseinsberechtigung, auch wenn die Gardinen bei Bronto genügend lichtundurchlässig waren. Auch bei unserem Veteranen haben wir immer die sogenannte Nachtkonfiguration bestehen gelassen und das Bett nicht zurück gebaut. Denn das Wetter war meistens für draußen geeignet und an regnerischen Tagen haben wir es uns im Bett sitzend bequem gemacht. Kein Problem!Wir haben mehrfach über Bronto geflucht, aber nur ganz kurz. Es war eine „Hass-Liebe“, aber wie in einer Familie wird eben auch mal gestritten. Und deshalb waren wir auch arg traurig, den alten Dino abgeben zu müssen!
Unser Vermieter: Wendekreisen
Vor fünf Jahren haben wir bei EuroCamper gebucht und waren wirklich total zufrieden. Es hat alles gepasst und es sprach auch nichts gegen eine erneute Buchung. Bei den ersten Anfragen kamen wir aber nicht so richtig zusammen, darüber hinaus haben Freunde von uns von Wendekreisen gesprochen und auch ihre Reise nach Aotearoa über diesen Vermieter gebucht und waren sehr zufrieden. Also haben wir uns mit Wendekreisen näher beschäftigt und die erste Anfrage gesendet.
Dabei war natürlich der Preis auch ein Argument. Ein anderes Thema, was uns (mehr) zugesprochen hat, sind die CO2-Kompensations-Modelle bzw. die seit April 2019 herrschende Kooperation mit „Trees that count“.
Trees That Count
Eine neuseeländische Initiative zur Baumanpflanzung. Die Unterstützer können wählen, ob sie durch die Finanzierung von Bäumen, das Pflanzen von Bäumen oder durch die Verfügungstellung von Land für das Pflanzen von Bäumen einen Beitrag leisten wollen. Trees That Count ist Neuseelands Community-Marktplatz, auf dem das Anpflanzen von heimischen Bäumen gefördert wird, denn eine der besten Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Verbesserung unserer Umwelt besteht darin, mehr einheimische Bäume zu pflanzen. Wenn Unternehmen oder Personen Geld spenden wird Trees That Count dieses Geld investieren und neue Bäume pflanzen. Know-How teilen und aktiv dazu beitragen, dass CO2 Kohlenstoffkompensation ins Praktische umgesetzt wird. Wendekreisen wird nach aktuellem Buchungsvolumen ungefähr 7000 Bäume pro Jahr pflanzen lassen können. Die Anzahl der gepflanzten Bäume pro Camper-Miete hängt von dem Zeitraum der Miete ab.
Zu diesem Thema haben wir ein Interview mit Sascha Warnken, dem Managing Director von Wendekreisen, geführt:
1. Warum engagiert sich Wendekreisen für den Klimaschutz?
2. Bisher hat Wendekreisen über 13.000 Tonnen Kohlenstoffkredite abgesetzt. Können Sie uns diese Zahl etwas greifbarer erklären mit einem Beispiel oder Vergleich?
3. Warum nutzt Wendekreisen das neue Umweltprojekt „Trees that Count“? Wie kann man sich dabei engagieren?
Die Tindall Foundation ist ein gemeinnütziger Arm vom dem hier ansässigen ‘Warehouse’, eine günstige Einkaufskette. Die Tindall Foundation hat die finanzielle Unterstützung komplett übernommen und es wirklich geschafft dieses Projekt eine Wahrheit werden zu lassen. ‘Trees that Count’ pflanzt nur einheimische Baumarten, welche wie schon erwähnt vom RMA geschützt werden. Dies heißt, dass die Bäume nach einer Höhe von 3 Metern nicht mehr abgeholzt werden dürfen und dass sie durch den RMA geschützt sind. Menschen können hier in verschiedenster Weise teilnehmen. Es gibt drei Möglichkeiten: a. Funders Funders zahlen NZ$10 pro Baum. Bäume können per Zertifikat auch verschenkt werden. Es gibt eine offizielle Plakette, wenn ‘Funders’ viele Bäume finanzieren. Es gibt auch eine Rangliste, in der die Funder nach Anzahl der Bäume genannt werden. b. Planters Planters pflanzen Bäume. Wir haben bei ‘Trees that Count’ einen Vorzug für Dunedin angegeben damit wir selbst auch mitpflanzen können. Das hiesige Projekt findet auf ‘Quarantine Island’ in Dunedin statt. Jede Region Neuseelands hat eine Pflanzinitiative von ‘Trees that Count’ laufen. Die Insel wird also bepflanzt und ist vom Festland getrennt geschützt. Es ist eine ideale Lage für einheimische Pflanzen und Tierarten. Auch hier gibt es einen Ranglisten-Wettbewerb. c. Land Donators Diese Gruppe stellt Land zur Verfügung damit die ‘Planters’ ihre Wälder pflanzen können, welche von den ‘Funders’ finanziert werden. Hier gibt es genaue Auflagen und vertraglich geregelte Richtlinien um klarzustellen dass alle Bäume geschützt sind. Der RMA schützt die Bäume dann ab einer Größe von 3 Metern.

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Vielen Dank für den interessanten Artikel. Campingurlaub ist wirklich eine super Sache. Man ist so einfach unabhängiger.
Mit besten Grüßen,
Ina von https://sport-tours-travels.de
Hej Ina und Vielen Dank!
Die Unabhängigkeit im Camper ist wohl der größte Vorteil. Auch wenn man, je nach Modell, im Herbst/Winter leicht unterkühlt aufwachen „muss“ 🙂
Ungeschlagen sind aber die Momente wenn Du die Heckklappe öffnest und mit Kaffee & Tee den Sonnenaufgang/Untergang genießen kannst. Idylle pur!
Viele Grüße aus Sucre, Bolivien
Ilka & Helge