Auckland

Auckland – Metropole auf der Nordinsel

Zurück im AirBnB machen wir uns frisch und richten uns für die nächsten Tage häuslich ein. Wir wollen die Metropole Auckland einige Tage erkunden bevor wir die Nordinsel – und damit leider Neuseeland – verlassen. Dann fahren wir mit dem Zug in die Innenstadt. Dafür erklärt uns unsere AirBnB Vermieterin die Vorteile der sogenannten Hopcard. Das ist eine aufladbare Karte für den öffentlichen Nahverkehr in Auckland. Beim Einsteigen und auch beim Verlassen des Busses oder des Zuges hält man die Karte an einen Kartenleser beim Fahrer (Bus) oder am Bahnsteig. So wird der Preis für die gefahrenen Zonen ermittelt und automatisch vom Guthaben auf der Karte abgezogen.

Öffentlicher Nahverkehr in Auckland

Mit der Hop Card sind die Tickets für Bus und Bahn um 30% günstiger als mit Barzahlung. Es können Busse, Züge und teilweise auch Fähren genutzt werden. Zum Navigieren nutzen wir die App von Auckland Transport (AT). Sie ist derzeit zwar nicht offline nutzbar, aber trotzdem intuitiv zu bedienen und und zeigt den besten Weg zum Ziel an. Inklusive der verschiedenen Umstiegsmöglichkeiten.

Rugby - Nationalsport in Neuseeland

Das war schon lange ein Traum von uns. Ein Rugby Spiel in Neuseeland live anschauen. Leider sind wir zu „früh“ für ein Spiel der All Blacks. Die Spiele der Nationalmannschaft finden erst Ende Juli statt. Zu spät für uns, weil wir dann bereits in Südamerika unterwegs sind… Wir haben Tickets für die Begegnung der „Blues“ aus Auckland gegen die „Chiefs“ aus Hamilton. Das Spiel findet im Eden Park Stadion statt. Als wir ankommen beginnt gerade die TV-Live-Übertragung der Expertenrunde aus dem Stadion. Und zwar dort wo alle Fans direkt vorbeilaufen und hinter den Experten in die Kameras winken können. Herrlich! Wir waren also mal kurz im neuseeländischen Fernsehen. Hihi.
So richtig einen Plan haben wir nicht. Es ist trotzdem toll. Wir futtern ungesundes Essen und jubeln zwischendurch mit. Tatsächlich haben wir an diesem Abend einem historischen Ereignis beigewohnt. Denn die Blues haben seit acht Jahren das erste Mal wieder gegen die Chiefs gewonnen! Und in der Halbzeit wird mal eben geheiratet…
Zum Spielende war der Jubel wirklich groß. Während des Spiels eher weniger. Da ist selbst bei einem schlechten Spiel die Stimmung im Weserstadion besser. Stimmung ist was anderes. Wir bekomme erklärt, dass Rugby hier sehr ernst genommen wird. Wenn die All Blacks spielen, dann wird angeblich wie verrückt gejubelt und gleichzeitig soll es manchmal mucksmäuschenstill sein, weil alle so konzentriert auf das Spiel sind. Tja, wir hoffen, dass wir das irgendwann noch selbst bei einem Spiel miterleben.

Auckland free walking tour

In Auckland nutzen wir wieder die Gelegenheit einer free walking tour. Hier beginnt sie täglich um 10 Uhr am Pier in der Nähe des Ferry Building. Adresse: 89 Quay Street.

Free walking tours sind wirklich zu empfehlen. In Melbourne und Sydney haben wir diese Chance schon genutzt. Hier in Auckland sind wir mit Olivia unterwegs und sie hat uns einen umfassenden Überblick zur anfänglichen Besiedelung Neuseelands und zum Waitangi Treaty gegeben. Während der verschiedenen Stopps in der Innenstadt erklärt sie uns die Entwicklung Aucklands bis heute.
Und wir bekommen die Erklärung warum der allgegenwärtige Silver Fern tatsächlich„silbern“ und nicht „grün“ ist. Wenn man nämlich die langen Blätter umdreht, sehen wir, dass deren Unterseite wirklich silberfarben wirkt. Hier hat Olivia auch gleich einen Überlebenstipp für uns falls wir irgendwo in der Pampa Auckland verloren gehen: wir sollen mit den Blättern des Silver Fern die Worte „Help“ oder „SOS“ auf dem Boden legen sollen. Das wird dann bestimmt jemand aus der Luft entdecken und uns retten. Dann hoffen wir mal, dass ein Silver fern in der Nähe wächst, wenn wir uns hoffnungslos verlaufen sollten…!

Kayaking in der Bucht vor Auckland

Auckland ist die größte Stadt Neuseelands (hier leben 1,5 Millionen Einwohner) und direkt am Wasser gelegen. In der Nähe unseres Wohnortes im Stadtteil St. Heliers gibt es eine Bucht und die Möglichkeit eine Kayaktour zu machen. Da zögern wir nicht lange. Juhu, es wird endlich wieder gepaddelt!

Am Morgen treffen wir uns mit unserem Guide Nic am Strand. Es stellt sich heraus, dass wir die einzigen Kunden sind. Also haben wir eine private Tour. Yeah! Das ist dann wohl mal ein Vorteil, wenn man in der Nebensaison reist.

Nach einer kurzen Einweisung hüpfen wir ins Kayak und paddeln los. Ilka vorne und Helge sitzt als Steuermann hinten. Ein paar Paddelschläge brauchen wir bis wir unseren gemeinsamen Rhythmus gefunden haben. Dann nehmen wir Kurs auf die kleine Insel Motukorea (Browns Island). Nic erzählt uns derweil unter anderem von der Entstehung Aucklands und dass die vielen Vulkane früher aktiv waren und der Landschaft ihre Form gegeben haben. Einige der Vulkankrater sind heute jedoch kleiner als ursprünglich, denn das Lavagestein wurde teilweise zum Bau von Straßen genutzt.
Wir paddeln an die Nordseite der Insel und gehen an Land. Jetzt gibt es erstmal Kaffee & Tee und einen leckeren Brownie. Plötzlich kommt ein Freiwilliger vom DOC (Department of Conservation) aus den Büschen. Er hat heute die Vögel auf Motukorea gezählt. Auf den umliegenden Inseln finden zeitgleich die Zählungen statt. Und da kommt auch schon das Boot um ihn abzuholen. Wir besteigen nun den kleinen Gipfel der Insel von wo wir einen perfekten Rundumblick auf Auckland und die gesamte Bucht mit all den anderen Inseln genießen.
Wieder am Kayak machen wir uns startklar und umrunden Motukorea nun komplett bevor wir wieder den Strand von St. Heliers ansteuern. Die Tour kann man sicher auch auf eigene Faust unternehmen. Nur all die Geschichten und Anekdoten, die Nic mit uns geteilt hat, die wollen wir nicht missen. Tatsächlich war das ein ziemlicher Input und wir können hier gar nicht alles wiedergeben. Das würde den Rahmen sprengen. Die Tour mit Auckland Sea Kayaks können wir definitiv empfehlen.

Unsere letzten Stunden...

An unserem letzten Tag nutzen wir nochmal das schöne sonnige Wetter in Auckland. Wir müssen erst am frühen Abend am Flughafen sein und fahren deshalb ein letztes Mal in die Innenstadt zum Britomart. Am Pier 2 schließen wir unsere Rucksäcke in ein Gepäckfach ein und schlendern noch im Hafen am Maritimen Museum vorbei und an der Silokunst. Mit einem Kaffee setzen wir uns ans Hafenbecken und spielen eine letzte Partie Backgammon in Neuseeland. Helge gewinnt. Nicht nur dieses Spiel, sondern auch die Neuseeland-Challenge. 21 zu 11 ist mal deutlich!
Mit unseren Rucksäcken gehen wir später nur ein paar Meter neben dem Britomart zur Haltestelle vom Skybus, der uns zum Flughafen bringt.

SkyBus

Der SkyBus ist eine günstige Möglichkeit um in Auckland aus der City zum Flughafen zu kommen - oder zurück in die Innenstadt. Er ist täglich fast 24 Stunden im Einsatz. Teilweise alle 15 Minuten. Die Tickets können ganz einfach online gekauft werden und auf dem Mobiltelefon abgespeichert werden. Das Ticket ist nicht an eine bestimmte Abfahrtzeit gebunden und sogar mehrere Tage für die gebuchte Strecke gültig. Aktuell kostet die einfache Fahrt 18 NZD. Wenn man gleich ein Rückfahrtticket kauft, spart man 2 NZD.

Am Flughafen werden wir ganz wehmütig. Neuseeland ist uns mal wieder total ans Herz gewachsen. So richtig wollen wir hier eigentlich nicht weg. Doch als Touristen dürfen wir nicht unbegrenzt bleiben. Tja, und besonders günstig ist dieses Land leider auch nicht. Insofern bleibt uns die Gewissheit, dass wir irgendwann auf jeden Fall wiederkommen. Und für den Moment freuen wir uns auf das Spannende und Neue, das uns in Argentinien erwartet…!

Mā te wā - See you again!

Denn unseren Roadtrip durch Neuseeland werden wir sicher lange in Erinnerung halten und bestimmt irgendwann eine Neuauflage starten. Der Roadtrip begann in Christchurch und endete in Auckland. Andersherum ist es natürlich auch möglich. Wir haben diese Richtung aufgrund der Jahreszeit gewählt, weil der Herbst den Süden schneller frostig werden lässt.

Habt ihr mal ein Rugby Spiel in Neuseeland besucht? Wie war die Stimmung? Hattet ihr das Glück die All Blacks zu erleben? Hat euch Auckland auch so gut gefallen? Was hat euch gestört?

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.