wir woanders

mount_batur_bali

Sunrise Trekking Mount Batur

Bei dieser Tour haben wir uns zur Abwechslung mal für ein Komplettpaket eines Touranbieters entschieden. Wir wollen den Sonnenaufgang auf dem Mount Batur sehen. Deshalb beginnt unser Tag verdammt früh. Um halb drei morgens mount_batur_bali werden wir mit dem Minivan abgeholt und mit anderen Wanderern aus dem Oman, den USA, Korea und Frankreich zum Batur gefahren. Der Batur ist ein aktiver Vulkan im Nordosten Balis. Er ist 1717 Meter hoch und zuletzt im Jahr 2000 ausgebrochen.

Irgendwann kommen wir beim Parkplatz an. Unser Fahrer findet noch einen Platz zwischen den unzähligen anderen Minivans, die alle zusammen unzählige Menschen hergebracht haben. Ja, wir haben uns für eine DER Touri-Attraktionen entschieden. Beim Aufstieg ist erstmal Stau. Jeder ist im Stockdunkel mit einer Taschenlampe ausgestattet. Der Weg zum Gipfel ist im Dunkeln durch die wackelnden Lichter von den Hunderten vor uns erkennbar. Spaß ist was anderes. Immer wieder warten, bis es über Gestein weiter nach oben geht.

Sunrise auf dem Vulkan Batur

Oben angekommen ist der Blick wirklich schön. Der Himmel ist rot verfärbt und irgendwann kommt die Sonne hervor. Schön! Hier oben auf über 1700 Metern ist es mit dem Wind recht frisch. Ich bin ganz froh, dass ich meine Regenjacke dabei habe um den Wind abzuhalten. Die Sicht über die Kaldera und auf den Mount Agung – den zweiten aktiven Vulkan der Insel – ist der Wahnsinn.

Nach dem Verzehr der recht übersichtlichen Frühstücksbox will unser Guide den Abstieg starten. Dass bei unserer Tour noch eine Wanderung um den Krater herum dabei ist, davon weiß er nichts. Super. Die Hälfte unserer Reisegruppe ist seit der Ankunft am Gipfel verschwunden. Auf die Frage, wo der Rest ist, gibt’s nicht wirklich eine Antwort. Nun gut, also schnell über den Kraterrand schauen, einen Schnappschuss machen und dann wieder runter.
Der Weg zurück ins Tal ist nochmal nervenzehrend. Nicht, weil der Weg so schwierig ist, sondern weil so viele „falsche“ Wanderer vor uns sind. Einige kommen nur in Mäuseschritten vorwärts, weil sie Höhenangst haben. Mmh, haben sie beim Buchen der Tour vergessen, dass sie auf einen BERG steigen? Flipflops sehen wir auch an einigen Füßen. Oder ein Pärchen, dass unbedingt Hand-in-Hand gehen muss. Es ist zum Kopfschütteln, denn der Weg ist nur so breit, dass wir mit all den anderen im Gänsemarsch runterschlendern können.

Am Minivan treffen wir dann den Rest unserer kleinen Reisetruppe. Auf der Rückfahrt merken wir, dass der Tag zu früh begonnen hat. Im Minivan nicken wir zwei und alle anderen irgendwann ein. Gerade bin ich eingeschlummert, da hält der Minibus an. Der Fahrer verkündet, dass wir jetzt noch eine Luwak-Kaffee-Farm besuchen können. Oh nein! Darauf verzichten wir nachdem wir die Katze im Käfig in Yogyakarta gesehen haben. Anstatt die Kaffee-Farm zu besuchen, hätten wir die Zeit lieber oben auf dem Krater verbracht. Gegen halb elf sind wir zurück in Ubud. Jetzt erstmal ausspannen von diesem Ausflug.
mount_batur_bali

Fazit:

Meistens planen wir unsere Ausflüge mit allen Einzelheiten selbst. In diesem Fall haben wir eine Tour gebucht. Leider waren wir damit gar nicht zufrieden. Einerseits lag es wohl an dem Ausflugsziel, dass zu beliebt und deshalb vollkommen überlaufen ist. Ursprünglich wollten wir lieber den Mount Agung besteigen, der aber wegen Eruptionsgefahr für Wanderer gesperrt ist. Das erklärt vielleicht die unglaublich vielen Wanderer am Batur. Und andererseits hatten wir wohl Pech mit unserem Touranbieter. Die nächsten Ausflüge nehmen wir wieder selbst in die Hand.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.